Hessischer Staatsminister würdigt Engagement der Sonnenland eG

besuch staatsminister wintermeyerAuf seiner Sommerreise zum Thema "demographischer Wandel" nahm sich Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der hessischen Staatskanzlei, ausgiebig Zeit, um sich über die Aktivitäten der Sonnenland eG zu informieren. Das Treffen fand am 30. Juli 2012 im Busecker Schloss unter Anwesenheit heimischer Kommunalvertreter statt. Als "Motor" des Gemeinschaftsprojekts "Solarpark Buchenberg" würdigte Gastgeber Bürgermeister Reinl den Bürgermeister der Nachbarkommune Staufenberg, Peter Gefeller, als besonderen Gast. Wintermeyer erinnerte eingangs seiner Rede an die Ziele des hessischen Energiegipfels und betonte die große Bedeutung der Regionalisierung und Vernetzung der künftigen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien. Um den schädlichen Auswirkungen des demografischen Wandels im ländlichen Raum entgegenzuwirken, sind für ihn genossenschaftliche Gemeinschaftsprojekte ein wichtiger Baustein. Vorstandsvorsitzender Uwe Kühn konnte für die Sonnenland eG berichten, dass aktuell 225 Mitbürger an der Genossenschaft beteiligt sind und inzwischen mit einem Eigenkapital von über 910.000 Euro mehr als 3 Millionen Euro in Projekte zu erneuerbaren Energien investiert haben. Auf den Solarpark "Buchenberg" als Gemeinschaftsprojekt von sechs Kommunen, den Stadtwerken Gießen und der Sonnenland eG angesprochen, betonte Bürgermeister Gefeller besonders den Aspekt des großen Anteils an regionaler Wertschöpfung sowie der interkommunalen Zusammenarbeit. Gerade hierin komme man der Zielen des hessischen Energiegipfels am nächsten. Das Projekt sei nicht bereits Ende, sondern Beginn kommunaler Gemeinschaftsprojekte, daher bat er abschließend den Minister um Unterstützung bei der Gewährung von Landesmitteln hierfür. In seinem Abschiedswort fand Minister Wintermeyer sehr lobende Worte für das Engagement der heimischen Akteure und bescheinigte ihnen, bereits auf einem gutem Weg zur regionalen Energieversorgung zu sein.

Bild: Uwe Kühn (2. v.r.) überreicht Staatsminister Axel Wintermeyer (3. v.l.) eine Dokumentation zur Sonnenland eG. Weitere Anwesende (v.l.): Prof. Dr. Wolfgang George (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sonnenland eG), Norbert Weigelt (Vorsitzender der Gemeindevertretung Buseck), Bgm. Erhard Reinl (Buseck), Bgm. Peter Gefeller (Staufenberg), Wolfgang Schäfer (1. Beigeordneter Buseck). Dank an Volker Böhm (Gießener Anzeiger).

Solarpark "Buchenberg" geht rechtzeitig ans Netz

startknopfUnter großer Anteilnahme der Bevölkerung und bei bestem Solarwetter ging noch rechtzeitig am 30. Juni 2012 der Solarpark "Buchenberg" ans Netz. Über 100 Besucher, darunter viele neue Mitglieder der Sonnenland eG, verfolgten die symbolische Inbetriebnahme der Anlage durch gemeinsamen Druck von Vertretern aller beteiligten Kommunen, der Landrätin, der Sonnenland eG und der Stadtwerke Gießen auf den egens hierfür hergerichteten Startknopf. Trotz widriger Wetterbedingungen durch den sehr feuchten Juni konnte der geplante Termin exakt eingehalten werden. Hierfür zollten Bürgermeister Gefeller (Staufenberg) und Uwe Kühn (Sonnenland) den ausführenden Firmen ausdrücklich Dank. Landrätin Anita Schneider hob die besondere Bedeutung des Gemeinschaftsunternehmens als vorbildliche interkommunale Zusammenarbeit hervor. Bereits am Tag zuvor war die technische Inbetriebnahme erfolgreich durchgeführt worden. Im Anschluss an den feierlichen Eröffnungsakt konnten die Besucher die Technik des Solarparks in Augenschein nehmen und sich bei Freigetränken im nahe gelegenen Kulturtreff alle ihre Fragen beantworten lassen.

Besondere Gelegenheit: "Solarpark zum Anfassen"

modulmontage 2012-06-12

Keine Frage – dass in der Stadt Staufenberg auf der ehemaligen Erddeponie „Buchenberg“ im Ortsteil Daubringen ein Solarpark errichtet wird, wurde bereits berichtet. Doch was ist das eigentlich – ein Solarpark? Wie groß ist so etwas? Aus welchen Komponenten besteht er? Wer baut den Solarpark eigentlich? Wer hat Vorteile daraus? Diese und viele andere Fragen lassen sich am besten vor Ort beantworten.

Für Samstag, den 16. Juni um 17 Uhr laden die Bürgerenergiegenossenschaft Sonnenland und die Stadt Staufenberg alle interessierten Bürger, auch aus den benachbarten Gemeinden ein, den gerade entstehenden Solarpark noch in der Bauphase aus allernächster Nähe zu besichtigen.

Treffpunkt ist der Kulturtreff Buchenberg in Daubringen in der Friedhofstraße 9a. Dort wird der Solarpark zunächst vorgestellt. Es besteht dabei ausgiebig die Gelegenheit zu Fragen jeder Art. Danach geht es gemeinsam zu der nahegelegenen Baustelle. Hier gibt es dann „Solarpark zum Anfassen“, was durchaus wörtlich gemeint ist, denn diese letztmalige Gelegenheit wird es nur an diesem Samstag geben, da der Solarpark bereits zum Monatsende in Betrieb gehen soll und ab dann aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden darf.

Der Solarpark „Buchenberg“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Staufenberg, Allendorf, Buseck, Lollar, Rabenau und Wettenberg, den Stadtwerken Gießen sowie der Bürgergenossenschaft Sonnenland. Bis das Beteiligungskontingent ausgeschöpft ist, können sich noch Bürger der beteiligten Gemeinden bevorzugt über die Sonnenland eG an dem Solarpark beteiligen.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt, es empfiehlt sich gegebenenfalls, festes Schuhwerk vorzusehen.

Generalversammlung 2012: Sonnenland eG wächst rasant

Vorstand Aufsichtsrat 2012

Anlässlich der zweiten Generalversammlung nach der Gründungsversammlung ließ der Vorstand vor den versammelten Mitgliedern das Geschäftsjahr 2011 Revue passieren. Mit dem Bau von insgesamt 18 Photovoltaikanlagen und in der Planung wesentlich umfangreicherer Projekte für 2012 hat die Genossenschaft ihr Engagement deutlich ausgeweitet. Am Jahresende standen 1,048 Mio Euro an Investitionsgütern in den Büchern, die mit dem eingebrachten Kapital der 120 Mitglieder und der Kofinanzierung heimischer Banken in Photovoltaikanlagen investiert wurden. Optimistisch auch der Ausblick auf 2012: Hier kündigte der Vorstandsvorsitzende, Uwe Kühn, weitere große Investitionen an, die auch teilweise schon realisiert wurden, wie etwa eine nahezu Verdopplung auf nunmehr 33 Dachanlagen, die Inbetriebnahme eines Pelletheizcontainers, eine wesentliche Beteiligung am Solarpark in Staufenberg sowie Pläne für Windkraftbeteiligungen in der Region. Bis zur Mitte des Jahres sollen bereits annähernd 3 Mio Euro investiert sein, etwa 30 Prozent davon mit genossenschaftlichem Eigenkapital unterlegt, die bis dahin von annähernd 200 Mitgliedern aufgebracht sein werden.

Der Jahresabschluss wurde den Mitgliedern vom Steuerberater der Genossenschaft, Thomas Reitz, erläutert. Nach Auszahlung aller Zinsen auf Nachrangdarlehen der Mitglieder, verblieb der Genossenschaft im ersten vollen Geschäftsjahr nach Gründung ein kleiner Buchverlust, der jedoch deutlich geringer ausfiel als noch in der Gründungsplanung erwartet wurde und der auf Beschluss der Generalversammlung auf das Folgejahr vorgetragen wird. Aufsichtsratsvorsitzender, Prof. Dr. Wolfgang George, der auch die Versammlung leitete, dankte dem Vorstand im Namen der Genossenschaft für die geleistete vertrauensvolle und vor allem ehrenamtliche Arbeit. Sowohl dem Aufsichtsrat als auch dem Vorstand wurden von den Mitgliedern einstimmig die Entlastung erteilt.

Gleichzeitig mit der Generalversammlung fanden Nachwahlen zum Aufsichtsrat statt. Aufsichtsrat Willi Marx, seit Gründung Mitglied dieses Gremiums, hatte sein Mandat zur Verfügung gestellt und wurde mit dem aufrichtigen Dank der Mitglieder und des Vorstands ehrenvoll verabschiedet. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden auf Vorschlag des Vorstands Krimhilde Nachtigall-Bühler und Roland Erlebach. Im Bild Aufsichtsrat und Vorstand (v.l.): George, Kühn W., Marx, Erlebach, Wiesmeier, Nachtigall-Bühler, Kühn U., Buchkamp, Borgmann (Bild: Siglinde Wagner)

Solarpark "Buchenberg" vor der Realisierung

Solarpark Staufenberg

Am frühen Freitagnachmittag des 04. Mai 2012 waren die Partner zusammengekommen, um die Urkunde zur Gründung der "Energiegesellschaft Lumdatal GmbH" zu unterzeichnen. Mit dieser Unternehmung wird ein neues Kapitel kommunaler Kooperation aufgeschlagen, denn sechs Kommunen unter der Vorleistung von Staufenberg, die Bürgerenergiegenossenschaft Sonnenland sowie die Stadtwerke Gießen wollen in dieser gemeinsamen Gesellschaft den Solarpark "Buchenberg" im Staufenberger Ortsteil Daubringen errichten und betreiben. Hierbei wird die Bürgerbeteiligung in einer Höhe von bis zu 30 Prozent der Anteile durch Sonnenland organisiert.

Bereits am darauf folgenden Wochenende konnten Besucher der Staufenberger Gewerbeausstellung von Mitgliederen der Sonnenland eG sowie aus dem eigens hierzu angefertigeten Kurzexposé Informationen zu dem Vorhaben erhalten und sich auf eine Interessentenliste setzen lassen. Nicht allein wegen der attraktiven Verzinsung einer Beteiligung zeichnet sich bereits jetzt ein hohes Bürgerinteresse ab.